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Unser Buch

„Denken denken” ist das Motto der Philosophischen Gesprächsrunden, die seit Anfang 2012 in drei Hamburger Statteilen zusammenkommen. Philosophie trifft Alltag, und alle Beteiligten profitieren davon. Die in diesem Band versammelten Essays führen Ideen fort, die dort entwickelt worden sind.

 

„Philosophische Fotographien” und „Philosophische Musikstücke” nehmen den Gedanken nichts von ihrer Schärfe; Augen und Ohren „denken denken” auf ihre Weise mit.

Warum Paul Watzlawick bei der Diskussion um ein Burka-Verbot kaum weiterhilft
Vollerschleierung, so hat der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte im Juli 2014 geurteilt, sei vor allem eine Erschwernis der Kommunikation; diese aber sei in einer offenen Gesellschaft nur mit offenem Antlitz gewährleistet. ...
Hohe Luft_Schleierhafte Angelegenheiten.[...]
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Datum: 16. Oktober 2014 um 17:47
Leserbrief "schleierhafte Angelegenheiten"

 

Zustimmung: das Bonmot „Man kann nicht nicht kommunizieren“ hilft bei der Diskussion um das Burka Verbot tatsächlich nicht weiter.

Allerdings noch aus einem anderen wichtigen Grund: weil es den Prozess der Kommunikation wohl gar nicht vollständig erfasst. Denn das einfache Sender- Empfänger System, auf das der Autor und Watzlawik abstellen, greift zu kurz, weil es den entscheidenden Selektionsprozess in der Kommunikation vergisst. Luhmanns Idee der dreiwertigen Kommuni- kation an dessen Beginn die Selektion steht, ob ich verstanden habe, dass mir jemand überhaupt etwas mitteilen will, ist da wohl hilfreicher. Wenn Kommunikation erst entsteht, wenn ich entscheide, dass eine gesendete Information überhaupt meine Wahrnehmungsschwelle überschreitet, dann ist Nicht Kommunikation nicht nur möglich, sondern auch wahrscheinlich.

Bei dieser Sicht auf die Welt läuft ein Burka Verbot konsequent ins Leere.

 

„Jede kleine Ehrlichkeit ist besser als eine große Lüge.

(Leonardo da Vinci)